SiD-Veranstaltungen des aktuellen Jahres

Demokratie ist Wahrhaftigkeit?

Im Rahmen der Reihe „Demokratie ist…? Ein Forum zu den Grundlagen der Demokratie“

Wir leben in einem Land, in dem wir uns frei entfalten können, in einem Land, dessen Politiker vom Volk gewählt werden, in einem Land, in dem Demokratie ein fester Bestandteil ist. An Abend des 30. Januar stand die Frage im Raum: Ist Demokratie Wahrhaftigkeit? Prof. Dr. Jens Wurtzbacher (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin) erörterte diese vor Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie vor den zahlreichen außerschulischen Gästen.

Nachdem Jonathan Burger von der Katholischen Akademie Dresden die Veranstaltung eröffnet hatte, stellten zwei Schüler den Referenten vor. Der stimmte das Publikum auf das sensible Thema ein und sprach von drei Demokratisierungswellen. Mit dem Mauerfall 1989 habe die dritte Demokratisierungswelle ihren Höhepunkt erreicht. Wir erleben heute in Ländern des ehemaligen Ostblockes − aber auch in Westeuropa − die Etablierung rechtsnationaler Ideologien und Parteien. Wie ist es zu erklären, dass Bürger, die in der DDR demokratische Strukturen vermissten, heute die AfD wählen? Wieso findet ein US-Präsident wie Donald Trump, der langjährige Freunde der USA zu Feinden und ihre einstigen Feinde zu Freunden macht, weiterhin breite Unterstützung unter den Bürgern? Ist Trumps Wahrhaftigkeit nicht eine Gefahr für die Demokratie? Schnell wurde klar, es bedarf einiger Vorüberlegungen zum Begriff Wahrhaftigkeit. Sind wir mit einem zwar wahrhaftigen, aber starren Politiker, dem es an Flexibilität, Kompromissbereitschaft und politischen Weitblick fehlt, wirklich gut bedient? Umfragen ergaben, nur 14 Prozent der Deutschen vertrauen Politikern. Und noch ernüchternder: Eine Umfrage ergab, dass nicht wenige Menschen sogar eine diktatorische Regierung als bessere Staatsform ansehen.

Prof. Wurtzbacher präsentierte zudem zwei Wege, die Politik gehen kann: den pragmatischen und den „erlösenden“. Während der pragmatische Weg den Interessenausgleich und die Gewaltenteilung in den Mittelpunkt stelle, auch um Minderheiten zu schützen, strebe der „erlösende“ Weg unmittelbare Gestaltung an.

Jonathan Burger moderierte die ausgesprochen lebhafte Diskussionsrunde, bei der leider nicht alle zu Wort kamen. Dafür suchte mancher Gast im Anschluss das persönliche Gespräch mit dem Referenten. Prof. Wurtzbacher überzeugte mit einem ausgesprochen inhaltsreichen wie lebendigen Vortrag, mit Eloquenz und Sachverstand. Ein ebenso anspruchsvoller wie gelungener Abend!

Oussama Boublil

Eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung/Politisches Bildungsforum Sachsen in Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.

  • Vorstellung
  • Gäste
  • Referent im Gespräch

Fotos: Oussama Boublil

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