SiD-Veranstaltungen des aktuellen Jahres

Made by Machine? Vom Wert des Handwerks

Am 29. Mai drehte sich ab 18:30 Uhr in der Aula alles um die Zukunft und Stärkung des Handwerks. Ulrike Büchel (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. im Freistaat Sachsen) begrüßte dazu zwei ausgesuchte Fachleute: Dr. Andreas Brzezins (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden) und Ronald Krippendorf (Geschäftsführer der Werkzeugmaschinenfabrik/WEMA Glauchau GmbH). Die politische Stimme übernahm Ines Springer (Mitglied des Sächsischen Landtags/CDU), die in ihrem Grußwort über die Initiativen und Reserven der Schulpolitik zur Förderung des handwerklichen Nachwuchses sprach.

Deutliche Worte fand Dr. Brzezinsin in seinem leidenschaftlichen Plädoyer für das Handwerk, das sich nicht nur an Oberschüler richtete. Für die persönliche Lebensplanung sei es nicht selten ratsam, zunächst eine Ausbildung zu absolvieren und danach ein Studium anzuschließen. Am 21. Juni 1990 hatte in Zwickau der Zusammenschluss des Handwerks in Sachsen stattgefunden. Heute existieren in Sachsen 57.000 Handwerksbetriebe mit 300.000 Beschäftigten und jährlich 6.000 Lehrlingen, die zu Fachkräften ausgebildet werden. Es bestehe kein Bedarf an Hilfskräften, vielmehr seien praxiskompetente und begeisterte Auszubildende gesucht, die sich den Anforderungen der 4. Phase der Industriellen Revolution, der Digitalisierung, sowie den neuen Technologien stellen können. Es reiche nicht aus, 700 Millionen Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes aufzuwenden, vielmehr müsse Schule einen wichtigen Part bei der Berufsorientierung übernehmen und zugleich die Schüler mit digitalen Kompetenzen ausstatten.

Ronald Krippendorf schilderte seinen eigenen beruflichen Werdegang, den er zunächst mit einer Ausbildung startete, bevor er über mehrere Stufen einen Masterstudiengang absolvierte. Auch er betonte die Notwendigkeit der Stärkung der Oberschulen, wenngleich er mit Bedauern feststellte, der praxisorientierte Unterricht kommt viel zu kurz. Deshalb plädierte er für eine verstärkte Wechselwirkung bzw. Zusammenarbeit zwischen Schule und Industrie. Die Auszubildenden von heute sollen später die Mittelschicht stärken. Doch viele junge Leute wüssten nicht, was sie von ihrer Ausbildung erwarten und offenbarten in Bewerbungsgesprächen eine irritierende Ziellosigkeit. Es müssten Unterstützungswerke geschaffen werden, um den Schulabgängern bei der Entscheidung für den richtigen Ausbildungsberuf beratend zur Seite zu stehen – damit sich die jungen Leute zu kreativen und leidenschaftlichen Handwerkern entwickeln.

Ines Springer meinte in der anschließenden Diskussion, das „Maßnahmenpaket Oberschule“ zeige erste Erfolge, zudem stellt der Haushalt für alle Bildungsbereiche 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Sie unterstützte Ronald Krippendorfs Forderung nach einem breiteren Angebot für praktisches Tun und Ausprobieren an der Schule. Auch einige junge Gäste ergriffen in der Diskussion das Wort und schilderten ihre beruflichen Pläne und betonten die Notwendigkeit von verstärktem Praxisbezug in Schule.

Dorit Seichter

Gefördert von der Konrad-Adenauer-Stiftung/Politisches Bildungsforum Sachsen.

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