SiD-Veranstaltungen des aktuellen Jahres

Deutsch-deutsches Schülerseminar Mödlareuth 2019

Online gestellt von: Frau Seichter

Auch in diesem Jahr besuchten einige unserer Zehntklässler im Rahmen der historisch-politischen Bildung das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth. Im Zeitraum von Montag, dem 24. Juni, bis Mittwoch, dem 26. Juni, vertieften die zukünftigen Schüler des Geschichteleistungskurses, begleitet von Frau Seichter, ihr Wissen über die ehemalige innerdeutsche Grenze und bekamen ganz neue Betrachtungsweisen aufgezeigt.

Das Besondere: Das Seminar fand für die Schüler des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth, begleitet von Frau Olschner und Herrn Kästner, und die Schüler des KKG statt. So beschäftigten sich bayerische und sächsische Jugendliche gemeinsam mit der Politik des SED-Staates und ihrer Folgen. Herr Stangl, von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung begrüßte uns.

Am Anreisetag folgte nach einer Begrüßungsrunde und der Einführung in das Seminar der erste Vortrag mit Bezug auf den Tagungsort Mödlareuth, einem Dorf, das zu Zeiten des Kalten Kriegs der Teilung unterlag. Weiterhin erfuhren die Schülerinnen und Schüler über die Wege aus der DDR. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Zeitzeugengespräch mit Herr Gäbelein, der selbst in der Umgebung von Mödlareuth in die Bundesrepublik geflüchtet war. Nach dem Abendessen im Hotel genossen die Schüler die Freizeit. Diese Zeit nutzten wir, um die Bayreuther Schüler näher kennenzulernen und um uns mit ihnen auszutauschen.

Am Dienstag starteten wir mit einem Workshop zum Thema „Flucht“, wozu sich die Schüler in Gruppen von fünf Personen zusammenfanden und anhand von Stasiakten und Zeitzeugenbefragungen eine Recherche zu ausgewählten Fluchtfällen anstellten. Die Ergebnisse dieser Arbeit präsentierten wir in verschiedener Form, wie etwa als Rollenspiel, Interview oder Film. Daraufhin konnten die Schüler bei der Vorstellung des historischen Films „Es gab kein Niemandsland – Ein Dorf im Sperrgebiet“ etwas entspannen, um der darauffolgenden Exkursion zu markanten Punkten der ehemaligen innerdeutschen Grenze aufmerksam folgen zu können. Ziele waren so z. B. der ehemalige Grenzübergang Rudolphstein/Hirschberg, Blankenstein oder Sparnberg. Den Abend konnten die Schüler im Hotel wieder individuell gestalten.

Am Morgen des Abreisetages hörten die Schüler einen Vortrag Uwe Hillmers über die „Strukturen und Methoden der Überwachung und Verfolgung in der SED-Diktatur“. Im Anschluss lernten wir eine weitere Zeitzeugin kennen: Frau Popp, eine politisch Verfolgte des SED-Regimes, die zu fünf Jahren Haft in Hoheneck verurteilt worden war. Die Abschlussrunde ließ die Seminartage Revue passieren, bevor wir nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen in einem idyllischen Landgasthof die Rückreise nach Bayreuth und Zwickau antraten. Wir danken der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, dass sie uns dieses Seminar ermöglichte.

Insgesamt fiel die Resonanz der Schüler bezüglich des Seminars sehr positiv aus und der Inhalt der Ausfahrt bereitete die Schüler perfekt auf ihre künftige Zusammenarbeit im Geschichte-Leistungskurs von Frau Seichter vor. Auf das alljährliche Seminar in Mödlareuth können sich die Schüler der zukünftigen zehnten Klassen also bereits freuen.

Lena Reinhold und Maximilian Hertzsch

 

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus.

  • Schülerseminar Mödlareuth
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